logo

Login




123-Netbook.de alles über Netbooks
Netbook

Netbooks

Leicht, klein aber trotzdem „OHO“ - so präsentieren sich die modernen Mini-Notebooks oder Netbooks heute ihren Usern. Hier erfreuen sich die „kleinen, mobilen Rechenriesen“ immer größerer Beliebtheit und die Nachfrage steigt stetig an.
Doch was verbirgt sich hinter der Bezeichnung Netbook eigentlich genau und was unterscheidet dieses Gerät eigentlich vom bisher gebräuchlichen Notebook?

Was denn nu, Netbook, Subnotebook oder was?

Mit dem Namen Mini-Notebook, Subnotebook (einer nicht ganz präzisen Bezeichnung) oder Netbook wird heute eine Klasse von Mini-Computern bezeichnet, die – wie der Name bereits vermuten lässt – in Größe, Rechenleistung und vor allem im Preis hinter dem konventionellen, üblichen Notebook steht. Netbooks sind so genannte portable Internet-Clients, die im Normalfall über W-LAN und oft sogar über ein integriertes Mobilfunk-Modem verfügen. Deshalb sind sie im Handel üblicherweise auch, ähnlich dem subventionierten Handy, mit Mobilfunk-Vertrag zu haben. Diese Geräte haben auch, ihrer Größe entsprechend, ein wesentlich kleineres Display, in der Regel kein optisches Laufwerk und nur sehr selten ein Touchscreen, dafür aber eine vollwertige QWERTZ-Tastatur mit Touchpad.

Geschichte des Netbooks

Die Geschichte des Netbooks ist durchaus nicht neu und sie begann bereits gegen Ende des 20. Jahrhunderts – also in den Jahren 1998/99 – in Ostasien. Doch dieser neue Trend konnte sich in Europa anfangs noch nicht so recht durchsetzen, woran neben der eingeschenkten Wirtschaftlichkeit mit Sicherheit auch der verhältnismäßig hohe Preis Schuld war. Der erste Gerätetyp dieser Art, das „Libretto“ von Toshiba, kostete zu Anfang nämlich etwa 5000 DM – ein ziemlich stolzer Preis für ein Netbook mit merklich begrenzter Rechenleistung.
Auch die britische Firma Psion Teklogix Inc. mit Sitz in Mississauga in Kanada, gehörte in den 1990er Jahren zu den Miterfindern und führenden Herstellern dieser neuen Geräteklasse. Ihr aktuelles Angebot umfasst heute allerdings hauptsächlich Smartphone und Elektronik-Organizer.
Im Laufe der weiteren Entwicklung entstanden verschiedene Modelle, die von unterschiedlichen Anbietern auf den Markt gebracht wurden. Sie waren zunächst für den Masseneinsatz durch Schüler in Schwellenländern - also Staaten die ohne deren typische Merkmale trotzdem zu den sogenannten Entwicklungsländern zählen – gedacht und konzipiert. In den so genannten Industrienationen sind sie dagegen eher als moderne und trendige Lifestyle Produkte auf dem Elektronik-Markt erschienen.
Das erste Mini-Notebook dieser Art, das Asus Eee PC 700, wurde im Jahre 2007 in Taiwan vorgestellt und war ein Jahr später auch in Deutschland erhältlich. Intel führte für diese Gerätekategorie im Februar 2008 die offizielle Bezeichnung „Netbook“ ein.
Experten vermuten auf dem Netbook-Markt zukünftig eine stärkere Nachfrage und daraus resultierend einen Anstieg der Geräteanzahl auf mindestens 50 Millionen bis zum Jahr 2011.

Erfolg des Netbooks

Der Erfolg der modernen Mini-Notebooks mit Netzzugang ist heute im Wesentlichen darin zu suchen, dass immer mehr Mobilfunkanbieter ihre Angebotspalette neben ihren erfolgreich subventionierten Handys nun auch noch zusätzlich auf Netbooks mit Vertragsbindung ausgedehnt haben. Bei Vertragsabschluss erhält der Kunde, wie beim Handy gewöhnlich auch, ein Mini-Notebook mit Breitbandmodem und einer SIM-Karte für den obligatorisch-symbolischen Ein-Euro-Betrag. Die Finanzierung erfolgt nun ebenfalls über die monatlich fällige Gebührenpauschale, meist mit einem festgelegten freien Downloadvolumen und weiteren zusätzlichen Optionen, die dann aber in der Regel zwar sehr günstig aber trotzdem kostenpflichtig sind.

Betriebssysteme von Netbooks

Die Wahl des Betriebssystems ist beim Netbook wesentlich eingeschränkter als beim normalen PC oder Laptop. In Europa kommen diese Geräte meist mit einer der Microsoft Windows XP Varianten oder einem vorinstallierten Linux-Derivates wie dem Xandros auf den Markt. Die Rechenleistung für das umfangreichere Windows Vista ist bei diesen Geräten oft nicht ausreichend und auch die Installation eines anderen Betriebssystems ist zwar möglich aber dennoch sehr begrenzt.
Das ist auch ein maßgeblicher Grund, warum die Verfügbarkeit von Microsoft Windows XP bis mindestens Juni 2010 verlängert wurde. Neben verschiedenen, ebenfalls gebräuchlichen Linux-Versionen wurde im Februar 2009 ein weiteres Linux basiertes Betriebssystem namens Google Android angekündigt, welches bisher hauptsächlich in Mobiltelefonen erfolgreich zum Einsatz kam. Wer auf diese Alternative zurückgreift hat zudem die Möglichkeit, hier auch ein paar Euro zu sparen.
Die Anwendungsprogramme sind in eine, in mehrere Kategorien gegliederte Oberfläche aufgeteilt und meist mit großen, bunten Symbolen versehen. Sie gliedern sich in der Regel in Internet, Arbeit, Lernen, Spielen, Einstellungen und Favoriten.

Technik

Trotz verschiedener Hersteller und deren Netbook-Varianten unterscheidet sich ihre Hardware nicht wesentlich. Als Datenspeicher werden teilweise Solid State Disks oder 2,5“- Festplatten verwendet. Seit Anfang April 2008 wurde die Prozessorfamilie des Netbooks um den Intel Atom erweitert. Die neue Generation verfügt hier über einer höher getakteten Frontsidebus, einer Schnittstelle zwischen dem Hauptprozessor und dem Schaltkreis, sowie einem verbesserten, HD-fähigen Grafikkern.
Ebenfalls zur Diskussion stehen seit geraumer Zeit auch Netbook-Modelle mit größerem Display. Hier wurde auf der CeBit 2008 bereits unter dem Namen Eee PC 900 eine neue Modellreihe mit 8,9“ und einer 1024x600 Pixelauflösung vorgestellt.
Viele Hersteller sind seitdem auf diesen Zug aufgesprungen und die unterschiedlichsten Modelltypen standen bislang schon auf dem Prüfstand der Stiftung Warentest, um deren Wirtschaftlichkeit und Benutzerfreundliche Ausstattung und Bedienbarkeit genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Die Qual der Wahl - Worauf man bei Netbooks achten sollte

Die heute erreichte, schier endlose Modellvielfalt der leichten, mobilen und preiswerten Mini-Computer führt zu einer regelrechten Qual bei der Auswahl des richtigen Netbooks. Wer hier viel unterwegs ist und trotzdem immer erreichbar sein möchte, sollte besonderes Augenmerk auf die Verbindungsfähigkeit legen. Hier ist ein Modell mit 3G-Modul besonders angebracht. Natürlich ist auch ein leistungsfähiger Akku notwendig, was einen Energielieferanten mit sechs Zellen statt mit handelsüblichen drei Zellen sinnvoll macht.
Auch die Frage nach dem Massenspeicher ist unumgänglich. Wahlweise kann man sich entweder für eine herkömmliche Festplatte oder eine SSD oder Solid State Drive(zu Deutsch: Festkörperlaufwerk) entscheiden. Letztere ist zwar wesentlich geräuschärmer, schneller und stoßunempfindlicher, allerdings auch erheblich teurer.
Über die unterschiedlichen Bildschirmvarianten sind im Vorfeld schon einige Worte gefallen. Trotzdem drängt sich hier neben Größe und Auflösung noch die Frage nach glänzendem oder mattem Display auf. Während die meisten glänzenden Displays mit brillanteren Farben aufwarten können, kann man in der Regel mit ihren matten „Kollegen“ in hellem Umgebungslicht besser und störungsfreier arbeiten.

Auch die Tastatur ist ein wesentlicher Faktor. Vielschreiber tun sich mit einer großen Tastatur natürlich einen Gefallen. Allerdings haben die meisten Hersteller auf Grund der geringen Gerätegröße mehr oder weniger Schwierigkeiten, Sonder- und Funktionstasten kompromisslos zu integrieren. Deshalb gibt es hier auch so manch abenteuerliche Mehrfachtastenbelegung, an die man sich gewöhnen muss.